Gemeinsam gegen das Collegium Humanum
- Aufruf zur Bündnisdemonstration -
Schon seit Jahrzehnten können sich faschistische Organisationen in Vlotho (NRW) im Collegium Humanum in der Bretthorststraße 204 auf dem Winterberg treffen. Seit gut zwei Jahren nutzen wieder verstärkt unterschiedliche Gruppen der extremen Rechten die ehemalige Heimvolkshochschule als Veranstaltungsort. Das Collegium knüpft damit an seine Bedeutung in den 1980er und frühen 1990 Jahren an, als in ihm bundesweite Treffen der extremen Rechten stattfanden. Durch seine Bildungsarbeit versucht das Collegium Humanum völkisch-nationalistische Wertevorstellungen vom rechten Rand in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren.
Trotz Protesten von AntifaschistInnen und BürgerInnen (verstärkt Mitte der 1990er) fungiert das Collegium Humanum noch immer als Koordinationszentrum im Netzwerk rechtsradikaler und neofaschistischer Gruppen und Organisationen.
Es ist Zeit aufzustehen, um den rechten Umtrieben etwas entgegen zu setzen!
Zur
Demonstration rufen auf:
Junge Linke Herford, DGB Ortskartell Vlotho, AKE e.V. Vlotho. DIG Vlotho,
verdi Bezirk OWL, Kultur-Kooperative Vlotho, Ladengruppe Infoladen Anschlag
Bielefeld, AG Fossoli, Junge Linke Bielefeld, Bezirk-SchülerInnenvertretung
Herford, Grüne Liste Vlotho, Antifa Schaumburg, IG Metall Herford, U+D
e.V. Vlotho, DGB Kreisvorstand Herford, Antifa West Bielefeld, SPD Stadtverband
Vlotho, Jusos Vlotho, Feministisches Referat AstA Uni Bielefeld, Lebenslaute
Regionalgruppe OWL, FAU Bielefeld, Ev. Jugend Vlotho, Stadtjugendring Vlotho,
Friedensgruppe Herford, Welthaus Bielefeld
V.i.S.d.P.: Junge Linke Herford, Postfach 1933, 32009 Herford
Freitag,
06. September 2002
NATO-Generalsekretär Robertson in Augustdorf
NATO-Generalsekretär George Robertson wird am Freitag, den 06. September 2002 die nach dem NS-Kriegsverbrecher benannte Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf besuchen. Die Augustdorfer Kaserne ist der größte Bundeswehr-Standort in NRW. Hier ist die Panzerbrigade 21 Lipperland stationiert, die 1999 an der NATO-Intervention im Kosovo beteiligt war und auch weiterhin im ehemaligen Jugoslawien tätig sein wird.
Sonnabend, 07. September 2002
Antikriegstags-Veranstaltung
Die Mahn- und Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag 2002 findet am Sonnabend,
dem 7. September auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock statt.
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Niederlegen von Blumen und Kränzen
anschließend Mahn- und Gedenkveranstaltung mit Beiträgen von Vertretern
des Kreises Gütersloh, der Landesregierung `NRW und Gästen aus Russland.
Gedenkrede: Wolfgang Gehrcke, M.d.B. Berlin
6 - 8. September Traditionelles
Jugendcamp am Friedhof
www.antifa-workcamp.de.vu
Aufruf zur Mahn- und Gedenkveranstaltung anlässlich des Antikriegstages
2002 am 7. September auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock/Kreis
Gütersloh.
Zur Erinnerung an die 65.000 im Stalag 326 zu Tode gequälten sowjetischen
Kriegsgefangenen riefen vor 35 Jahren zahlreiche Persönlichkeiten aus
der Politik, den Kirchen, aus Gewerkschaften und Jugendorganisationen zur
ersten Mahn- und Gedenkveranstaltung in Stukenbrock auf.
Sie wollten den Blick der Öffentlichkeit auf das grausame Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen und der zahlreichen Zwangsverschleppten aus der UdSSR, aus Polen, Frankreich, Italien und Jugoslawien richten, das diese im Stalag 326 in Stukenbrock erleiden mussten.
Sie formulierten Erwartungen an die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft für einen Beitrag unseres Landes zu einem dauerhaften Frieden. Von den Regierenden forderten sie Schritte zur Versöhnung auch mit den Völkern des Ostens. Sie wollten sich einmischen und Zeichen setzen. Sie zeigten Alternativen auf zur praktizierten Politik des Kalten Krieges, die das Klima zwischen Ost und West unerträglich belastet hatte.
Sie wollten, dass die von der Wehrmacht in Stukenbrock verübten Verbrechen niemals vergessen und Schlussfolgerungen daraus für Gegenwart und Zukunft gezogen werden sollten. "Nie wieder soll von Deutschland ein Krieg ausgehen", war eine der herausragenden Forderungen, denen sie sich verpflichtet fühlten.
Dieses Engagement war nicht vergebens. Zahlreiche Anregungen der Mahn- und Gedenkveranstaltungen wurden politische Realität. "Blumen für Stukenbrock" wurde zu einem Symbol für ein Zusammenwirken von Menschen unterschiedlicher Richtungen gegen das Vergessen und für die Abkehr vom militärischen Blockdenken.
Dieses Zusammenwirken ist auch in der Gegenwart dringend geboten! Mit der Beendigung des Ost-West- Konflikts zu Beginn der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es große Chancen, den Frieden sicherer zu machen, militärische Abrüstung einzuleiten und eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Völker zu ermöglichen. Sie blieben von den verantwortlichen Politikern ungenutzt.
Im Gegenteil: Eine neue Rüstungswelle setzte ein, Rüstungsexporte besonders aus unserem Land folgten in neue Spannungsgebiete. Deutschland beteiligte sich am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien. Deutsche Soldaten stehen heute im ehemaligen Jugoslawien, in Afghanistan, in Georgien, Usbekistan, Kenia, Kuwait und vor Somalia.
Unsere Ablehnung des Terrors und die Verurteilung des schrecklichen Verbrechens vom 11. September 2001 in New York und Washington rechtfertigt in keinem Fall eine "uneingeschränkte Solidarität" mit der Führung der USA, für die die ganze Welt zum Schlachtfeld gegen den "internationalen Terrorismus" geworden ist. Die USA-Regierung redet heute nicht nur von einer "Achse des Bösen", sie bereitet erneut einen Krieg gegen den Irak vor. Sie modernisiert ihre Atomwaffen, die Russland, China und sogar Staaten, die keine Atomwaffen besitzen, zu möglichen Zielen eines Atomwaffeneinsatzes machen.
Wir stellen uns dieser Politik entgegen!
Wir verurteilen jegliche Form des individuellen und staatlichen Terrors! Wir verurteilen die Bombenangriffe der NATO auf Afghanistan und die Kriegsvorbereitungen gegen den Irak. Wir setzen uns ein für das Recht Israels und Palästinas, in gesicherten Grenzen zu leben. Krieg und Terror lösen auch dort keine Probleme. Es ist notwendig, dass die Bundesregierung mit ihren Verbündeten sofort Schritte zur Schaffung eines souveränen Staates Palästina in gesicherten und von allen Staaten anerkannten Grenzen einleitet. Ein Waffenembargo gegen Israel und die Durchsetzung der UNO-Beschlüsse sind unabdingbare Schritte zum Frieden im Nahen Osten.
Friedenspolitik muss so angelegt sein, dass Kriege ausgeschlossen werden.
Wir appellieren an die Politiker(innen) aller Parteien, an die Verantwortlichen in der Wirtschaft, den Kirchen und Verbänden:
Machen Sie sich die
Mahnung von Stukenbrock zu eigen, die da lautet:
UND SORGET IHR, DIE IHR NOCH IM LEBEN STEHT, DASS FRIEDEN BLEIBT, FRIEDEN
ZWISCHEN DEN MENSCHEN, FRIEDEN ZWISCHEN DEN VÖLKERN!
Helfen Sie, den Antikriegstag 2002 zu einem Bekenntnis der Menschen unseres Landes gegen Krieg, Gewalt, Unterdrückung, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zu machen.
Nehmen Sie teil an der Mahn- und Gedenkveranstaltung am Sonnabend, dem 7. September auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock!
Zu den Erstunterzeichnern
gehören:
Angenfort, Josef, Landesvors. VVN/ BdA, Düsseldorf; Asdonk, Dr. Jupp,
Wiss. Angest. Bielefeld; Bebermeyer, Dr. Hartmut, Ministerialdirigent a.D.
Bonn; Bargen, Brigitte von, Lehrerin, Bielefeld; Bubenzer, Hella, Betriebsrätin,
Bielefeld; Clausen, Christa, Pensionärin, Essen; Biermann, Christine,
Lehrerin, Bielefeld; Danger, Günter, Pfarrer.i.R. Bremen; Drewermann,
Prof. Dr.Eugen, Dozent, Paderborn; Dortmunder Friedensforum; Dürkop Dirothea
und Kristian, Bielefeld; Eberhardt, Lothar, Stukenbrocker Appell, Berlin;
Edel, Linde, Kunsterzieherin i.R., Bad Oeynhausen; Flentje, Heinrich, Rentner,
Rinteln; Fink, Prof. Dr. Heinrich, M.d.B. Berlin; Flach, Gunnar, Dipl. Kaufmann,
Köln; Gärtner-Coulibaly, Brigitte, Dipl. Päd. Herford; Goldstein,
Kurt, Vizepr. D. Intern. Auschwitzkomitee, Berlin; Haupt, Anne, DGB-Regionsvorsitzende
Paderborn-Lippe; Heidbreder, Walter, Rentner, Bielefeld; Herrmann, Eberhard,
Rentner, Schloß Holte- Stukenbrock; Hein, Wolfgang, Journalist, Erwitte;
Hoffmeister, Willi, Bezirksvertreter, Dortmund-Nord; Hölscher, Dietmar,
Schriftsetzer, Bielefeld; Jasper, Roswitha, Rentnerin, Bielefeld; Jorgs, Günter,
Einkommensteuerberater, Datteln; Johnen, Professor, Kurt, Hochschullehrer,
Bielefeld; Johannsmeier, Heinz, Ratsmitglied, Löhne; Jürgenpott,
Karl-Heinz, Lehrer, Gütersloh; Kagelmacher, Walter, Lehrer i.R. Kalletal;
Konrad, Irmgard, Lehrerin a.D. Paderborn; Koch, Itha, @web.de; Kossak, Kristian,
Rentner, Minden; Köbele, Patrik, DKP-Bezirksvorsitzender, Essen; Köster,
Marion, stellv. DKP-Vorsitzende, Essen; Kuhlmann, Günter, Sped. Kaufmann,
Bielefeld; Kutzmutz, Rolf, Dipl.Wirtschaftter, M.d.B. Potsdam; Langenscheid,
Hans, Lehrer i.R. Minden; Linz, Stefanie, Sekretärin, Paderborn; Liebau,
Reiner, Vertrauensmann, Minden; Maliga, Beate, Beamtin, Hagen; Maliga, Klaus,
Redakteur, Hagen; Mammitzsch, Siw, Landesvorsitzende der SADJ Ruhr-Westfalen;
Mies, Herbert, Dipl. Betriebswirt, Mannheim; Mirza, Ingrid, Reisebürokauffrau,
Minden; Möller, Dr. med. Hans, Arzt i.R. Osnabrück; Moersch, Dr.med.
Emma, Schwanau-Nonnenweiher; Mohn, Ingrid, Rentnerin, Gütersloh; Offermann,
Dr. Doris, Bielefeld; Ohly, Dr. Karl-Peter, Biologe, Bielefeld; Ostermarsch-Ruhr,
Komitee, Dortmund; Pohlmann, Gerhard, Rentner, Bielefeld; Pehle, Irmgard,
Mitgl.d. DGB-Kreisvorstandes, Herford; Ritter, Hans-Georg, Lehrer, Gütersloh;
Sander, Ulrich, Journalist, Dortmund; Schmidt, Peter, Grafiker, Bielefeld;
Schüßler,Andreas, Bildungsreferent, Bielefeld; Schewe, Egon, Dipl.Päd.
Löhne; Schröder, Walborg, Vors. Deutsch-Russ.Gesellschaft, Berg.
Gladbach; Schöder, Karl Heinz, Bergisch Gladbach; Stiller, Karl-Theodor,
Lehrer, Bielefeld; Suhr, Klaus, Vors. DPG Hameln, Hameln; Stoff, Alois, Rentner,
Essen; Schnittker, Karin und Paul, Essen; Stiffel, Karl, Sprecher d.Initiative
.f. d. Rehab. d. Opfer d. Kalten Krieges; Stiffel, Rosemarie, Bez.Sekr. DKP,
Moers; Stock, Manfred, Päd. Mitarbeiter, Minden; Tenbusch, Alwine, Haufrau,
Stadtlohn; Viatores, Regina, Rentnerin, Frankfurt/ Main; Vormbrock, Anneliese,
Rentnerin, Bielefeld; Zenker, Kurt, Rentner, Borchen.